Innenristpolitik

Bert Rebhandl
1 Min

Mit dem Ausscheiden von Togo verliert die WM an politischem Gewicht. Die Spieler aus Afrika drohten ja nicht nur wegen ihrer Prämien mit Streik. Sie stellten auch die Korruption in ihrem Heimatland an den Pranger. Der Begriff Nationalteam bekommt dadurch eine ganz neue Bedeutung: Volksvertretung mit Ball. Die Möglichkeiten der Außen- und Innenristpolitik sind noch nicht zu Ende gedacht. Ghana könnte vielleicht vor dem nächsten Spiel eine Trödelminute gegen die Agrarsubventionen der EU einlegen. Oder England verliert aus Protest gegen den Euro das Viertelfinale. Und Deutschland gewinnt die WM - zum Dank für die Föderalismusreform. (Bert Rebhandl)

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