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Internet-Zensur

Instagram und Whatsapp: Iran droht mit dauerhafter Sperre

Instagram und Whatsapp sind im Iran bereits gesperrt. Nun droht das Land damit, die Sperre dauerhaft einzurichten.

Team News dpa
2 Min
Nach der Sperrung von Whatsapp und Instagram im Iran hat das Land einen lokalen Vertreter des Facebook-Konzerns Meta gefordert.

Nach der Sperrung von Whatsapp und Instagram im Iran hat das Land einen lokalen Vertreter des Facebook-Konzerns Meta gefordert.

© dpa/Andre M. Chang/ZUMA Press Wire

„Falls Meta auf unser Schreiben nicht antwortet, könnte dies der Prolog für eine permanente Sperre sein“, sagte Cyberzentrum-Chef Abolhassan Firusabadi in einem Zeitungsinterview.

Die iranischen Sicherheitsdienste hatten Instagram und Whatsapp bereits im Rahmen der nun seit drei Monaten andauernden Proteste gesperrt. Laut Teheran waren die beiden Apps „in der von den ausländischen Feinden geführten Verschwörung gegen den Iran“ beteiligt. So bezeichnet die iranische Führung die monatelangen landesweiten systemkritischen Proteste mit mehreren Hundert Todesopfern. Geplant sind auch rechtliche Schritte gegen Meta.

Zensur soll Verbreitung von Information verhindern

Systemkritiker sehen die massiven Internet-Einschränkungen und die Sperre der Apps als einen Versuch, die Verbreitung von Informationen, Bilder und Videos über die Proteste zu verhindern. Die Presse darf über die Proteste nicht unabhängig berichten. Journalisten, die die Zensur ignoriert hatten, wurden verhaftet und Dutzende von ihnen sitzen immer noch in Haft.

Die dreimonatige Internetzensur im Land hatte auch wirtschaftliche Folgen für das Online-Geschäft von etwa zehn Millionen Iranern. Insbesondere Instagram als Ausstellungsraum und WhatsApp als Kommunikations- und Zahlungsportal spielten für sie eine enorm wichtige und existenzielle Rolle. Die Verluste nach der Sperre sollen nach Einschätzung der Vereinigung der Online-Unternehmen in Millionenhöhe sein. Auch die jüngste Finanzkrise des Landes steht laut Beobachtern im Zusammenhang mit den Internetsperren. Diese Woche fiel die iranische Währung Rial auf ein Rekordtief und verlor innerhalb der letzten drei Monate über 20 Prozent an Wert.

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