So viele Aussteller wie nie zuvor, exakt 1 212 aus 32 Ländern, präsentieren ihre Produkte auf der Internationalen Funkausstellung (Ifa). Auch die Ausstellungsfläche wächst im Vergleich zum Vorjahr noch einmal - auf 104 000 Quadratmeter. Das freut Christian Göke, den Geschäftsführer der Messe Berlin.Herr Göke, Sie haben unlängst von einer "absoluten Rekordjagd" bei der diesjährigen Ifa gesprochen. Was erwartet den Besucher?Die Besucher erwartet eine der stärksten Funkausstellungen, die es je gegeben hat. Es ist ein deutlicher Aussteller-Zuwachs zu spüren. Die Ifa 2007 wird eine neue Rekordmarke setzen. Das spiegelt sich auch im erweiterten Unterhaltungsangebot wider. Wir haben eines der besten Entertainment-Programme seit zehn Jahren zusammengestellt.Die Ifa wird immer attraktiver für Aussteller aus dem Computersektor. Läuft Berlin der Computermesse Cebit in Hannover den Rang ab?Im Gegensatz zur Cebit hat die Ifa ihren Kern in Produkten und Dienstleistungen für Konsumenten. Damit ist die Ifa aber nicht etwa eine reine Konsumenten-Messe. Mit 100 000 Fachbesuchern, die fast 50 Prozent aller Besucher ausmachen, ist die Ifa weltweit auch die größte Fachmesse für Unterhaltungselektronik. Und natürlich sind wir auch für Aussteller aus dem Computersektor interessant. Ein Beispiel: Mit unserer diesjährigen Sonderschau "Web 2.0 - The BlogHouse" zeigen wir die neuen Anwendungen der Webwelt.Selbst große Computerkonzerne wie Microsoft und Apple sind zur Ifa in der Stadt präsent. Allerdings nicht auf dem Messegelände. Handelt es sich um Trittbrettfahrerei?Sicherlich nutzen einige Unternehmen das hochattraktive Umfeld der Ifa. Gleichzeitig sind sie aber auch auf der Ifa präsent. Die Apple-Produkte werden zum Beispiel bei Gravis in Halle 11.1 gezeigt. Gleichermaßen ist Microsoft Mitaussteller bei der Telekom. Und Apples iPhone wird bei mehreren Ausstellern zu sehen sein.Trotz aller Erfolge: Viele namhaften Aussteller wie die Deutsche Telekom haben ihre Ifa-Stände verkleinert. Ist das nicht ein Alarmsignal?Die Ausstellungsfläche der Deutschen Telekom bei der Funkausstellung ist gegenüber 2006 stabil geblieben, liefert hier also erst recht keinen Grund für ein Alarmsignal. Ich kenne auch keinen Großaussteller, der verkleinert hat. Im Gegenteil: Einige haben dieses Jahr deutlich expandiert. Zusätzlich ist die Fotoindustrie so stark wie noch nie auf der Ifa vertreten. Aber natürlich, heute wie in Zukunft gilt, eine Messe spiegelt immer die wirtschaftliche Entwicklung einer Branche wider - auch das Auf und Ab von Unternehmen im Wettbewerb.Das Gespräch führte Thomas H. Wendel.------------------------------Foto: Christian Göke ist Geschäftsführer der Messe Berlin und dort für die Ifa zuständig.
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