Trump–Xi

Interview mit Shanghaier Professor zum Trump-Xi-Gipfel: „Europa muss die Konsequenzen akzeptieren“

Der Shanghaier Politikwissenschaftler Hu Chunchun erklärt, warum Peking vom Trump-Xi-Gipfel nur wenig erwartet – und Europa in den Beratungen praktisch keine Rolle spielt. Ein Interview.

9 Min
Donald Trump und Xi Jinping bei der Begrüßungszeremonie vor der Großen Halle des Volkes in Peking

Donald Trump und Xi Jinping bei der Begrüßungszeremonie vor der Großen Halle des Volkes in Peking

© Xinhua/imago

Der Besuch von US-Präsident Donald Trump in China hat eine politische Symbolkraft, die weit über die bilateralen Beziehungen hinausreicht. Während Washington in den Iran-Krieg verstrickt ist und ein brüchiger Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran die diplomatische Bühne überhaupt erst freiräumt, sendet die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua eine ungewöhnlich scharfe Botschaft: „Die Erde ist nur begrenzt groß; sie bietet keinen Raum für Turbulenzen und Konfrontationen zwischen China und den USA.“ Eine solche Formulierung der sino-amerikanischen Konfrontation hat es bisher nicht gegeben – und sie signalisiert nach Einschätzung chinesischer Analysten den Wunsch Pekings, die Spannungen zu deeskalieren.

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