Der Besuch von US-Präsident Donald Trump in China hat eine politische Symbolkraft, die weit über die bilateralen Beziehungen hinausreicht. Während Washington in den Iran-Krieg verstrickt ist und ein brüchiger Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran die diplomatische Bühne überhaupt erst freiräumt, sendet die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua eine ungewöhnlich scharfe Botschaft: „Die Erde ist nur begrenzt groß; sie bietet keinen Raum für Turbulenzen und Konfrontationen zwischen China und den USA.“ Eine solche Formulierung der sino-amerikanischen Konfrontation hat es bisher nicht gegeben – und sie signalisiert nach Einschätzung chinesischer Analysten den Wunsch Pekings, die Spannungen zu deeskalieren.
Trump–Xi
Interview mit Shanghaier Professor zum Trump-Xi-Gipfel: „Europa muss die Konsequenzen akzeptieren“
Der Shanghaier Politikwissenschaftler Hu Chunchun erklärt, warum Peking vom Trump-Xi-Gipfel nur wenig erwartet – und Europa in den Beratungen praktisch keine Rolle spielt. Ein Interview.
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Donald Trump und Xi Jinping bei der Begrüßungszeremonie vor der Großen Halle des Volkes in Peking
© Xinhua/imago
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