Das völlig heruntergekommene Rangsdorfer Strandbad soll sich bereits in der nächsten Saison Besuchern wieder freundlicher zeigen. Die Seebad-Casino GmbH, ein Unternehmen der Familie Glendenberg aus dem westfälischen Lünen, will dort einen Sport- und Erholungspark einrichten. Die Gemeinde hat dem Interessenten einen Pachtvertrag über 25 Jahre angeboten. Einzige Bedingung: Die Anlage soll öffentlich zugänglich bleiben.Der gebürtige Rangsdorfer Lutz Glendenberg möchte ebenso wie die Gemeinde, dass sein Heimatort wie in den 20er- und 30er-Jahren wieder Erholung suchende Berliner anlockt. "Deshalb wollen wir das gesamte östliche Seegebiet gestalten", sagt er. Rund 20 Millionen Mark werden in den Neubau des einst berühmten Seebad-Casinos investiert. Als Voraussetzung dafür, dass das Hotel-Restaurant Zuspruch findet, sieht Glendenberg auch eine attraktive Umgebung. Die hoch verschuldete Gemeinde könne die Sanierung des Bades nicht bezahlen, sagt Bürgermeister Peter Gleich.Tonnenweise neuer SandDas den Gemeindevertretern vorgelegte Konzept sieht eine Erneuerung des Bades von Grund auf vor. Am Strand wird tonnenweise neuer Sand aufgeschüttet, eine gepflegte Liegewiese angelegt. Neben neuen sanitären Einrichtungen sind verschiedene Sportanlagen vorgesehen. Eine Berliner Surf-Schule will sich auf dem Gelände niederlassen. Auf einer Bühne sollen kulturelle Veranstaltungen stattfinden. "Sie wird natürlich zum See hinausgerichtet, damit die Musik nicht die Anwohner stört", sagt Glendenberg.Auch eine neben dem Seebad- Casino stehende Ruine, eine ehemalige Tischlerei, wird abgerissen. In dem geplanten Café mit einem Garten hinunter bis zum See bleibt ein Raum für das Standesamt reserviert. Gemeinsam wollen Gemeinde und Investor die Seepromenade vom ehemaligen Zeltplatz bis zur Zinnowitzer Allee wieder gestalten.Lutz Glendenberg, der zurück in seinen Geburtsort ziehen will, will nach eigenem Bekunden durch sein Engagement andere Investoren nachziehen. Denn heute wirke Rangsdorf eher unattraktiv. "In drei, vier Jahren sieht es hier ganz anders aus", sagt Glendenberg."In drei, vier Jahren sieht es hier ganz anders aus. " L. Glendenberg, Investor
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