Investoren wollen bis zu 180 Millionen Mark aufbringen

Umbau: 300 Millionen Mark soll Berlin zahlen

Gilbert Schomaker
2 Min

Berlin wird den Umbau des Olympiastadions zum größten Teil aus dem Landeshaushalt bezahlen müssen. Das sagte Bausenator Jürgen Klemann (CDU) am Dienstag nach der Senatssitzung. Die Kosten für Sanierung und Modernisierung werden derzeit auf rund 580 Millionen Mark geschätzt. Der Bund will 100 Millionen Mark beisteuern. Mehr werde es nicht geben, versicherte das Bundesfinanzministerium unmittelbar vor der Senatssitzung. Private Investoren seien bereit, lediglich 150 bis 180 Millionen Mark aufzubringen, sagte Klemann. Die restlichen rund 300 Millionen Mark müssen aus dem Landesetat genommen werden. Berlin wollte bisher nur 100 Millionen Mark für das Projekt aufwenden. Er gehe davon aus, daß "nicht irgendwoher ein Wunderheiler kommt". Der Bausenator hatte am Montag den Investorenwettbewerb abgebrochen. "Keines der Angebote war zuschlagsreif", sagte Klemann. Mit einzelnen Investoren soll aber weiterverhandelt werden.Nach Klemanns Angaben waren die privaten Investoren lediglich bereit 150 bis 180 Millionen Mark in Überdachung, VIP-Logen und neue Sitzplätze zu stecken, weil das Olympiastadion an Miete bestenfalls 15 Millionen Mark im Jahr einbringt. Im Moment belaufen sich die Einnahmen durch Miete, Konzerte und Sportveranstaltungen auf fünf Millionen Mark.Mit der Entscheidung, den Investorenwettbewerb zu stoppen, verwarf der Senat auch mögliche Stadion-Alternativen. "Ein Neubau ist jetzt endgültig vom Tisch", sagte der Bausenator.

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