Foto: Die irakische Regierungsdelegation (Foto), die beim IOC in Lausanne vorstellig geworden war, hatte Erfolg. Nach achtstündigen Verhandlungen darf der Irak nun doch mit vier Athleten als 205. Land an den Olympischen Spielen in Peking teilnehmen. Wie das Internationale Olympische Komitee (IOC) am Mittwoch in Peking bestätigte, habe sich der Irak für die Starterlaubnis verpflichtet, spätestens bis Ende November ein neues Nationales Olympisches Komitee (NOK) unter internationaler Beobachtung wählen zu lassen. "Ich muss der irakischen Regierung ein Kompliment machen, dass sie sich auf eine Linie geeinigt hat, von der irakische Athleten langfristig profitieren", erklärte IOC-Präsident Jacques Rogge, "wir freuen uns auf die irakische Flagge in Peking."Wegen der massiven politischen Einmischung in die sportlichen Belange des Iraks hatte das IOC das Land am Donnerstag vergangener Woche von den Spielen ausgeschlossen. Zuvor hatte das IOC- Exekutivkomitee das irakische NOK bereits am 4. Juni suspendiert und damit auf die massive Einmischung der Politik reagiert. Iraks Regierung hatte am 20. Mai das NOK des Landes aufgelöst, ein eigenes unter der Leitung des Sportministers eingesetzt und damit gegen die olympische Charta verstoßen. "Wir wollen die Vergangenheit vergessen. Wir wollen das irakische Team bei Olympia sehen", sagte Iraks Regierungssprecher Ali al-Dabbagh. Irak ist nun mit zwei Leichtathleten und zwei Ruderern in Peking, die allerdings ohne Medaillenchancen sind.
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