Bundespressekonferenz

Der denkwürdige Auftritt des Regierungssprechers: Iran-Blockade, Trump-Lob, Nichtwissen

USA eskalieren vor Hormus, NATO-Generalssekretär Rutte feiert Trump – und Regierungssprecher Kornelius flüchtet sich in Ausweichen und demonstrative Ahnungslosigkeit.

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Regierungssprecher Stefan Kornelius, in diesem Foto neben Kanzler Friedrich Merz schreitend, zu NATO-Generalsekretär Rutte: „Ich werde nicht jede Äußerung eines anderen Politikers kommentieren.“

Regierungssprecher Stefan Kornelius, in diesem Foto neben Kanzler Friedrich Merz schreitend, zu NATO-Generalsekretär Rutte: „Ich werde nicht jede Äußerung eines anderen Politikers kommentieren.“

© Michael Kappeler

Manchmal ist es nicht das Gesagte, sondern das demonstrativ Nichtgesagte, das eine Regierungspressekonferenz aufschlussreich macht. So am vergangenen Montag, als Regierungssprecher Stefan Kornelius von der OAZ zur US-Seeblockade gegen Iran und zur Einschätzung von NATO-Generalsekretär Mark Rutte befragt wurde, der gegenüber CNN Donald Trumps Vorgehen als Beitrag zu einer „sichereren Welt“ gepriesen hatte. Kornelius’ Antworten blieben knapp, ausweichend und auffallend lustlos: Zur Blockade wollte er kein „völkerrechtliches Urteil“ abgeben, Ruttes Aussage wiederum angeblich nicht kennen und deshalb auch nicht kommentieren. Ein Auftritt, der gerade in seiner wortkargen Vermeidungsstrategie viel über die außenpolitische Linie Berlins verriet.

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