Der Iran hat angekündigt, bei Angriffen auf die eigene zivile Infrastruktur Unterseekabel im Persischen Golf anzugreifen. „Wenn sie (die USA) unserer Infrastruktur Schaden zufügen wollen, ist es selbstverständlich, dass die Islamische Republik ihre gesamte Macht einsetzen wird, um deren Kapital und Vermögenswerte mit Leichtigkeit zu zerstören“, sagte ein General der Revolutionsgarden dem staatlichen Sender Al-Alam.
Zu den möglichen Zielen gehörten auch Internetkabel, führte der Offizier weiter aus. „Dazu gehören auch die Internetkabel, darunter sieben wichtige Kabel, die unter Wasser durch die Straße von Hormus verlaufen.“ Die Islamische Republik könne den USA und deren regionalen Verbündeten dadurch zweifellos schwere Schäden zufügen, sagte er.
Meerenge als zentraler Konfliktpunkt
Die Straße von Hormus ist im Iran-Krieg zum zentralen Konfliktpunkt zwischen Teheran und Washington geworden. Nach Angaben aus der Region haben Irans Streitkräfte in den vergangenen Wochen ihre Angriffe auf Öltanker und Frachtschiffe intensiviert. Ziel sei es, US-Präsident Donald Trump durch steigende Preise vor den anstehenden Kongresswahlen innenpolitisch unter Druck zu setzen.
Die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman ist nicht nur für den weltweiten Handel mit Öl und Flüssiggas von großer Bedeutung. Sie gilt zugleich als Engpass für mehrere Unterwasser-Glasfaserkabel, die insbesondere die Staaten am Persischen Golf mit internationalen Datennetzen verbinden. Eine Beschädigung dieser Leitungen könnte den Datenverkehr der Region erheblich beeinträchtigen. (mit dpa)
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