Ein neues Satellitenbild zeigt schwere Schäden an einem Flugzeughangar auf dem jordanischen Luftwaffenstützpunkt King Faisal. Aus dem getroffenen Gebäude steigt dichter schwarzer Rauch auf. Das Militärportal Military Watch Magazine wertet die Aufnahme als Beleg dafür, dass bei dem iranischen Angriff mindestens ein amerikanischer Kampfjet vom Typ F-15E Strike Eagle zerstört worden sei. Unabhängig bestätigt ist dieser Schluss jedoch nicht.
Auf der Satellitenaufnahme lässt sich erkennen, dass der Hangar getroffen und erheblich beschädigt wurde. Ob sich zum Zeitpunkt des Einschlags eine F-15E darin befand, geht daraus nicht hervor. Das Unternehmen Soar, über dessen Plattform die Aufnahme verbreitet wurde, schreibt lediglich von einem getroffenen Flugzeughangar. Flugzeuge und Unterstützungsfahrzeuge in dessen Umgebung seien zuvor vom Stützpunkt weggebracht worden.
Auch das auf den Iran spezialisierte Forschungsprojekt Critical Threats Project bestätigte anhand kommerzieller Satellitenbilder Schäden an einem Hangar, der zur Vorbereitung amerikanischer F-15E-Kampfjets genutzt worden sein soll. Von der Zerstörung eines Flugzeugs ist in der Auswertung jedoch nicht die Rede.
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Iran meldet Treffer auf Hangar für US-Kampfjets
Die iranischen Revolutionsgarden hatten zuvor erklärt, bei ihren Raketen- und Drohnenangriffen auf King Faisal und einen weiteren Stützpunkt in Jordanien einen Hangar für startbereite F-15-Kampfjets getroffen zu haben. Teheran machte darüber hinaus Angaben zu angeblich zerstörten MQ-9-Drohnen und beschädigten Hubschraubern. Diese Angaben wurden bislang weder vom Pentagon noch vom amerikanischen Zentralkommando bestätigt.
Military Watch geht in seiner Auswertung weiter. Das Portal schreibt, die sichtbare Zerstörung und der schwarze Rauch deuteten darauf hin, dass sich mindestens eine F-15E in dem Hangar befunden habe. Allein anhand der veröffentlichten Aufnahme lässt sich jedoch weder ein Flugzeug erkennen noch feststellen, wodurch der Rauch verursacht wurde.
Damit ist ein erfolgreicher iranischer Treffer auf militärische Infrastruktur gut belegt. Ob dabei tatsächlich einer der wichtigsten amerikanischen Kampfjets vernichtet wurde, bleibt dagegen offen.
King Faisal beherbergt auch amerikanische Truppen
Der Luftwaffenstützpunkt King Faisal liegt bei Al-Jafr im Süden Jordaniens. Die Anlage gehört den jordanischen Streitkräften, wird aber auch von amerikanischen Einheiten genutzt. Das Wall Street Journal hatte bereits berichtet, dass der Iran den Stützpunkt angegriffen habe. Amerikanische Stellen machten bislang keine detaillierten Angaben zu möglichen Schäden dort.
Jordanien ist im Verlauf des Krieges stärker ins Zentrum der iranischen Gegenangriffe gerückt. Auf dem Stützpunkt Muwaffaq Salti wurden bei einem weiteren iranischen Raketenangriff amerikanische Soldaten getötet. Auf einem anderen Flugplatz sollen mehrere Black-Hawk-Hubschrauber beschädigt worden sein.
Der nun sichtbare Treffer auf King Faisal zeigt, dass selbst weiter westlich gelegene Stützpunkte nicht außerhalb der Reichweite iranischer Raketen liegen. Die Basis galt für die USA auch deshalb als wertvoll, weil sie weiter vom Iran entfernt liegt als Standorte in Katar, Bahrain, Kuwait oder den Vereinigten Arabischen Emiraten.
F-15E für Angriffe über große Entfernung ausgelegt
Die zweisitzige F-15E Strike Eagle kann sowohl Bodenziele angreifen als auch Luftkämpfe führen. Nach Angaben der US-Luftwaffe wurde sie für Einsätze über große Entfernungen sowie für Angriffe bei Tag, Nacht und schlechtem Wetter entwickelt. Mit Zusatztanks liegt ihre Überführungsreichweite bei rund 3840 Kilometern.
Gerade weil mehrere näher am Iran gelegene US-Stützpunkte wiederholt mit Raketen und Drohnen angegriffen wurden, sind Kampfjets mit großer Reichweite für Washington besonders wichtig. Ein bestätigter Verlust einer F-15E am Boden wäre deshalb sowohl militärisch als auch symbolisch bedeutend.
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