Der Iran hat den Abschuss einer US-amerikanischen Kampfdrohne vom Typ MQ-9 Reaper über der Straße von Hormus gemeldet. Das Fluggerät sei von einem neuen Flugabwehrsystem getroffen und zerstört worden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Seit Beginn des Krieges habe die iranische Luftabwehr nach Angaben von Tasnim bereits mehr als 50 Drohnen dieses Typs zerstört. Eine Bestätigung des US-Militärs lag zunächst nicht vor. Die Angaben lassen sich in der Regel nicht unabhängig überprüfen.
Laut einem Bericht des Wissenschaftlichen Dienstes des US-Kongresses haben die USA seit Beginn ihrer Angriffe auf den Iran Ende Februar insgesamt 81 Flugzeuge und Drohnen verloren oder beschädigt. Die Kosten für den Ersatz der Ausrüstung wurden auf 1,9 bis 3,3 Milliarden Dollar (1,69 bis 2,94 Milliarden Euro) beziffert.
Araghtschi: Zusammenarbeit mit Moskau so eng wie nie
Parallel vertieft Teheran seine Beziehungen zu Russland. „Noch nie in unserer Geschichte haben der Iran und Russland so eng zusammengearbeitet wie jetzt“, erklärte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi am Montag auf der Plattform X nach einem Besuch seines russischen Amtskollegen Sergej Lawrow in Teheran. Bei den Gesprächen sei es um „alle Themen von Europa bis Westasien“ gegangen, darunter der Libanon, Palästina, die Ukraine und der Jemen. Ein weiterer Schwerpunkt habe auf dem Ausbau der wirtschaftlichen und nuklearen Zusammenarbeit gelegen.
Lawrow hatte vor seinem Besuch erklärt, die Bemühungen Moskaus zielten darauf ab, „die Rückkehr eines groß angelegten Krieges zu verhindern“. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian zuvor Vermittlungsbereitschaft signalisiert. Die Gespräche zwischen Washington und Teheran über ein Kriegsende waren zuletzt ins Stocken geraten.
Der Iran-Krieg war Ende Februar durch US-amerikanische und israelische Angriffe auf den Iran ausgelöst worden. Trotz einer im April vereinbarten Waffenruhe und eines Rahmenabkommens dauern die Kämpfe rund um die Straße von Hormus an. Teheran beansprucht die Kontrolle über die für den weltweiten Ölhandel wichtige Meerenge und greift Schiffe an, die sie ohne Genehmigung durchqueren. Die USA blockieren im Gegenzug iranische Häfen. (mit dpa)
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