Nahost

Iran weist US-Antwort zur Straße von Hormus zurück – neue Drohungen gegen Infrastruktur

Iran nennt die US-Antwort zur Straße von Hormus unzureichend und droht mit Angriffen auf Infrastruktur. Am Flughafen Riad gibt es erneut Verletzte.

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Mohsen Rezaei bei einer Pressemoinferenz in Teheran.

Mohsen Rezaei bei einer Pressemoinferenz in Teheran.

© ATTA KENARE

Der Sekretär des iranischen Nationalen Sicherheitsrats, Mohsen Rezaei, hat die jüngste Antwort der USA auf einen iranischen Vorschlag zur Beendigung des Krieges und zur vollständigen Öffnung der Straße von Hormus als „unzureichend“ bezeichnet.

Das berichtete die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna am Sonntag. Washington habe nach Rezaeis Darstellung einige der sieben iranischen Bedingungen akzeptiert, andere Punkte seien jedoch weiterhin unklar.

Teheran antworte derzeit nicht mehr auf die US-Seite und erwarte zunächst eine Klärung. Eine öffentliche Bestätigung aus Washington, welche Bedingungen angenommen wurden, liegt nicht vor.

Der über Katar vermittelte Fahrplan sieht nach früheren Angaben eine schrittweise Wiedereröffnung der für den globalen Ölhandel zentralen Meerenge sowie weiterführende Verhandlungen vor.

Rezaei drohte zugleich mit Angriffen auf „Kabel, Rechenzentren, KI-Anlagen und andere Einrichtungen in der Region“, sollten die Kämpfe erneut aufflammen. Die Marine der Revolutionsgarden warnte laut Irna, jedes Schiff in der Meerenge, das seine Navigations- und Identifikationssysteme abschalte, werde „als feindlich eingestuft“.

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Erneuter Angriff auf Flughafen Riad

In Saudi-Arabien wurde am Sonntag erneut ein Passagierterminal des Flughafens King Khalid in Riad getroffen. Nach Angaben der saudischen Luftfahrtbehörde gab es Verletzte, eine genaue Zahl wurde zunächst nicht genannt.

Bei einem Angriff am Vortag waren nach offiziellen Angaben zwölf Menschen getötet und 309 verletzt worden, darunter mehrere Schwerverletzte. Unter den Todesopfern seien vier Saudis sowie Staatsangehörige aus Bangladesch, den USA, Ägypten, Jordanien, Syrien, den palästinensischen Gebieten und dem Sudan.

Nach Auswertung von Flugdaten des Dienstes Flightradar24 fielen am Sonntagmorgen rund 73 Prozent der geplanten Abflüge aus. UN-Generalsekretär António Guterres verurteilte den Angriff und forderte ein Ende der Angriffe auf zivile Einrichtungen.

Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen aus dem Jemen bekannten sich zu den Angriffen. Ihr Militärsprecher Yahya Saree warnte Fluggesellschaften und Reisende vor der Nutzung saudischer Flughäfen und des saudischen Luftraums; Mekka und Medina seien ausgenommen.

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