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Kriminalität

IS-Razzia in Berlin: Frau soll gefesselten Mann mit Kalaschnikow erschossen haben

Nach Informationen der Berliner Zeitung lebt eine Frau in Berlin, die einen Mord in Bosnien begangen haben soll. Die 53-Jährige war mit dem IS-Terroristen Reda S. verheiratet.

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Im Charlottenburger Ortsteil Westend durchsuchten Beamte der LKA-Abteilung 8 eine Wohnung.

Im Charlottenburger Ortsteil Westend durchsuchten Beamte der LKA-Abteilung 8 eine Wohnung.

© Berliner Zeitung

In Berlin-Westend hat am Dienstagvormittag bei einer 53-jährigen Frau eine Polizeirazzia stattgefunden. Nach Informationen der Berliner Zeitung soll die Frau im Jahr 1995 während des Jugoslawienkrieges in Bosnien mit einer Kalaschnikow einen Serben erschossen haben, der an einen Baum gefesselt war. Dies geschah offenbar aus Rache für andere Kriegshandlungen.

Bei dieser Frau soll es sich um die Ehefrau des bekannten IS-Funktionärs Reda S. handeln, der verschollen ist. Bundesweit bekannt wurde Reda S., der sich in Bosnien radikalisiert hatte, im Jahr 2009, als er vor dem Berliner Kammergericht das Recht erstritt, einen seiner Söhne Dschihad zu nennen.

2012 verließ er seine Frau und seine Kinder und schloss sich, wie einige andere Berliner, dem IS in Syrien an. Im irakischen Mossul ernannte ihn die Terrororganisation zum „Bildungsminister“. 2014 meldeten Medien seinen Tod. Offiziell bestätigt wurde das nie.

In der Berliner Wohnung in einem heruntergekommenen Altbau lebte seine Frau nach Angaben von Nachbarn seit etwa 20 Jahren zusammen mit ihren fünf Kindern. Anti-Terror-Beamte des Berliner Landeskriminalamtes beschlagnahmten am Dienstag in den Räumen unter anderem Unterlagen und zahlreiche VHS-Kassetten.

Die Durchsuchung fand auf Veranlassung der Berliner Generalstaatsanwaltschaft statt, die gegen die Frau wegen Mordes ermittelt. Festgenommen wurde die Frau nicht. Der Tatvorwurf, dessentwegen ermittelt werde, liege schon mehrere Jahre zurück, sagte ein Sprecher der Generlstaatsanwaltschaft auf Anfrage. Weitere Angaben könne man derzeit nicht machen.

Korrektur: Die Frau soll 53 Jahre alt sein und nicht 60, wie zunächst gemeldet.


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