Debatte

Islamischer Philosoph: Der Islam muss mit Kritik auskommen

Ein Glaube müsse unterschiedliche Perspektiven aushalten, sagt Ahmad Milad Karimi. Auch beim Umgang mit Antisemitismus und antimuslimischem Rassismus fordert der Münsteraner Professor eine klare Haltung.

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Ahmad Milad Karimi (re.) im Gespräch mit dem Mönch und christlichen Pater Anselm Grün.

Ahmad Milad Karimi (re.) im Gespräch mit dem Mönch und christlichen Pater Anselm Grün.

© IMAGO/Peter Henrich / HEN-FOTO

Ein Islam, der sich nicht selbst hinterfragt, verliert nach Ansicht des islamischen Philosophen Ahmad Milad Karimi seine Offenheit. „Ein Glaube, der keine Kritik aushält, wird eng und kreist irgendwann nur noch um die eigenen Gewissheiten“, sagte der Professor für Islamische Philosophie und Mystik an der Universität Münster dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Religiöse Auslegungen seien immer menschlich und damit begrenzt und fehlbar. Daraus müsse Demut entstehen, sagte Karimi. Ein „erwachsener Glaube“ fürchte weder Vernunft und Wissenschaft noch Zweifel und andere Perspektiven. Im Gegenteil: Er lasse sich befragen und bleibe dadurch lebendig.

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