Die Schüsse fielen auf der belebten Dizengoff-Straße ganz in der Nähe des Orts eines Anschlags, bei dem ein Palästinenser im April vergangenen Jahres drei Israelis getötet und weitere verletzt hatte. Ein Anwohner berichtete, er habe laute Schreie gehört. „Die Menschen sind in alle Richtungen geflohen“, erzählte er. „Es war wie bei dem letzten Anschlag - es ist ein schreckliches Gefühl.“
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Netanjahu spricht von einem „schweren Anschlag in Tel Aviv“
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, der sich gegenwärtig zu einem Besuch in Rom aufhält, sprach von einem „schweren Anschlag in Tel Aviv“. Man werde trotzdem weiter „in unserem Land bauen, tiefe Wurzeln in unserer Heimat schlagen und unsere gemeinsame Zukunft sichern“. Der deutsche Botschafter Steffen Seibert schrieb bei Twitter, er sei „entsetzt und traurig über den Terroranschlag im Herzen Tel Avivs“.
Die Lage in Israel und den Palästinensergebieten ist seit längerem sehr angespannt. Am Donnerstagmorgen hatten israelische Soldaten nahe Dschenin im Westjordanland drei militante Palästinenser in einem Fahrzeug erschossen.
Lage in Israel und Palästinensergebieten extrem angespannt
Die Lage in Israel und den Palästinensergebieten ist seit längerem sehr angespannt. Bereits am Dienstag waren bei einem israelischen Militäreinsatz in Dschenin sechs Palästinenser getötet worden. Nach Angaben der Armee war auch der Palästinenser, der für einen tödlichen Anschlag auf zwei israelische Brüder in Huwara Ende Februar verantwortlich sein soll, unter den Toten. Er war nach Medienberichten Mitglied des militärischen Hamas-Arms.
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Seit Beginn des Jahres wurden 13 Israelis und eine Ukrainerin bei palästinensischen Anschlägen getötet. Im gleichen Zeitraum kamen 75 Palästinenser ums Leben - sie kamen etwa bei Konfrontationen mit der israelischen Armee oder bei eigenen Anschlägen ums Leben. Während des muslimischen Fastenmonats Ramadan, der in knapp zwei Wochen beginnt, wird eine weitere Eskalation der Gewalt befürchtet.
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