Nahost

Historiker Adam Raz im Interview: „Ich schäme mich, Israeli zu sein“

Der israelische Historiker Adam Raz spricht über seine Scham angesichts des Gaza-Krieges, seine Kritik an Netanjahu – und erklärt, warum er Israel in einer gefährlichen Falle sieht.

Raphael Schmeller
Raphael Schmeller
14 Min
„In Berlin lebt man als Jude heute sicherer als in Israel“, sagt Adam Raz im Gespräch mit der Berliner Zeitung.

„In Berlin lebt man als Jude heute sicherer als in Israel“, sagt Adam Raz im Gespräch mit der Berliner Zeitung.

© Henk Hogerzeil/Berliner Zeitung

Kaum ein anderer Historiker hat sich so intensiv mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu beschäftigt wie Adam Raz. Nun hat er ein neues Buch veröffentlicht, das auf Hebräisch im Pardes-Verlag in Tel Aviv erschienen ist und den Titel „Der Dreißigjährige Krieg: Benjamin Netanjahu gegen Israel“ trägt. Darin beschreibt Raz, wie Netanjahu die demokratischen Strukturen Israels ausgehöhlt und das Land in einen permanenten Krieg geführt hat, um an der Macht zu bleiben.

Raz lebt seit sieben Monaten in Berlin und arbeitet am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität. Wir treffen ihn in seiner Wohnung in Schöneberg, wo er mit seiner Frau und den beiden Kindern sowie Hund und Katze lebt.

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