Nahostpolitik

Israel ist von innen bedroht – aber Berlin sieht trotzdem weg

Wer Israel als Demokratie retten will, muss sich an die Seite der Zivilgesellschaft stellen und staatliches Handeln sanktionieren. Eine Kolumne.

Kristin Helberg
Kristin Helberg
4 Min
Zum Jerusalem-Tag ziehen nationalreligiöse Israelis beim „Flaggenmarsch“ durch die Jerusalemer Altstadt.

Zum Jerusalem-Tag ziehen nationalreligiöse Israelis beim „Flaggenmarsch“ durch die Jerusalemer Altstadt.

© Jamal Awad/dpa

Am 15. Mai, als Palästinenser weltweit der Flucht und Vertreibung ihrer Vorfahren im Zuge der Nakba gedachten, feierten zehntausende nationalreligiöse Israelis den Jerusalem-Tag, indem sie beim sogenannten Flaggenmarsch durch die Jerusalemer Altstadt zogen. Sie skandierten Hassparolen wie „Tod den Arabern“ und „Möge euer Dorf brennen“, spuckten, schubsten und griffen nicht nur Bewohner und Journalisten an, sondern auch ihre Landsleute der Organisation Standing Together, die palästinensische Frauen und Händler durch die Altstadt eskortierten.

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