Israels Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, hat vor einer weiterhin hohen Gefahr von Anschlägen der Hamas gewarnt. „Deutschland ist für die Hamas vom Rückzugsraum zum aktiven Terrorziel geworden“, sagte Prosor den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Die Ideologie der Organisation bedrohe „uns alle“ und müsse gemeinsam bekämpft werden. Die Gefahrenlage bleibe „hoch“.
Anlass der Warnung ist eine am Freitag bekanntgewordene Anklage der Bundesanwaltschaft gegen sieben mutmaßliche Mitglieder der radikalislamischen Hamas. Ihnen wird vorgeworfen, sich an der Vorbereitung eines Anschlags in Deutschland oder Österreich beteiligt zu haben. Die Beschuldigten wurden in den vergangenen Monaten im In- und Ausland festgenommen. Nach Angaben der Ermittler sollen sie im Auftrag der aus dem Gazastreifen heraus operierenden Hamas-Führung Waffen beschafft haben.
Den Ermittlungen zufolge zielte das geplante Attentat auf jüdische oder israelische Einrichtungen und sollte im Umfeld des zweiten Jahrestags des Hamas-Angriffs auf Israel am 7. Oktober 2023 verübt werden. Die ersten drei der nun Angeklagten waren wenige Tage vor diesem Datum Anfang Oktober vergangenen Jahres in Berlin festgenommen worden. Die Anklage wurde vor dem Staatsschutzsenat des Berliner Kammergerichts erhoben.
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