Nahost

Israels Parlamentswahl wird zum Referendum über Netanjahu – nicht über den Hardliner-Kurs

Israels erste Wahl seit dem 7. Oktober ist kein Rechts-Links-Duell. Netanjahus Gegner sind keine Friedenstauben. Die Frage ist nicht, ob es Härte sein soll, sondern welche – und unter wem.

Siddhant Kishore
Siddhant Kishore
8 Min
Passanten gehen in Ramat Gan an einer Werbung vorbei, auf der Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (r.) und der ehemalige Generalstabschef des Landes und Vorsitzende der zentristischen Partei Jaschar, Gadi Eisenkot, zu sehen sind.

Passanten gehen in Ramat Gan an einer Werbung vorbei, auf der Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (r.) und der ehemalige Generalstabschef des Landes und Vorsitzende der zentristischen Partei Jaschar, Gadi Eisenkot, zu sehen sind.

© JACK GUEZ/afp

Nach fast drei Jahren Krieg drängt eine Frage immer stärker in den Vordergrund der israelischen Politik: Was hat das ganze Kämpfen gebracht? Hunderttausende Israelis waren seit den Hamas-Angriffen vom 7. Oktober 2023 im Einsatz, und viele wollen diese Opfer als Erfolg verbuchen. Doch Netanjahus Gegner trennen zunehmend zwischen gewonnenen Schlachten und dauerhafter Sicherheit. Die Wahl am 27. Oktober formt sich daher weniger zur Absage an die Sicherheitsdoktrin nach dem 7. Oktober als zum Urteil darüber, ob Netanjahu militärische Stärke in tragfähige strategische Ergebnisse ummünzen kann.

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