Während hierzulande das Jubiläumsjahr Caspar David Friedrichs von Hamburg über Greifswald und Berlin bis derzeit noch Dresden gefeiert wird, ist uns bei all der romantischen Begeisterung mit Tiefgang weitgehend entgangen, dass Belgien gleichzeitig das James-Ensor-Jahr ausgerufen hat. Ohnehin bekam der 1860 geborene, im November 1949 verstorbene Maler aus Ostende in Nordflandern bislang in deutschen Landen nur geringe Aufmerksamkeit. In Mannheim war er 1926 mit seinen grotesken Masken-Bildern Ehrengast. Zehn Jahre später verboten und diffamierten die Nazis seine Malerei als „entartete Kunst“.
Kunst
James Ensor, Maler von Fratzen und Totenschädeln: Demaskierung durch die Maske
Der Belgier James Ensor lässt uns nach weit mehr als einem Jahrhundert in die menschlichen Abgründe der „besseren Gesellschaft“ blicken.
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Ensors berühmtes Masken-Gleichnis: „Der Einzug Christi in Brüssel“, 1888/89, Öl/Lw.
© J. Paul Getty Museum, Los Angeles
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