Neue Aufnahmen des James-Webb-Teleskops könnten Weltraumforschern dabei helfen, die Entstehung weit entfernter Sterne in fremden Galaxien, aber auch unsere eigene kosmische Vergangenheit zu erforschen. Die am Donnerstag von der US-Weltraumbehörde Nasa veröffentlichten Fotos zeigen den Sternhaufen NGC 346, eine über 200.000 Lichtjahre entfernte Wolke, in der ständig neue Sterne gebildet werden.
Der auf dem Foto pink-orange schimmernde Sternhaufen befindet sich in der Kleinen Magellanschen Wolke, einer Zwerggalaxie in relativer Nähe zu unserer Milchstraße. Für die Wissenschaftler ist er vor allem deshalb interessant, weil er Ähnlichkeiten zu unserer eigenen Galaxie vor Milliarden von Jahren – während des sogenannten „kosmischen Mittags“ – aufweist.
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James-Webb-Teleskop soll Ursprung der Sterne erklären
Dies biete „eine großartige Gelegenheit, die Bedingungen zu untersuchen, die am kosmischen Mittag herrschten“, sagte Forschungsleiterin Margaret Meixner von der Universities Space Research Association. Was auf den Bildern nach kleinen farbigen Schlieren aussieht, sind in Wahrheit gewaltige Ansammlungen von Gas und Staub, inmitten derer sich über lange Zeiträume hinweg neue Himmelskörper bilden.
„Wir sehen hier nicht nur die Bausteine von Sternen, sondern möglicherweise auch von Planeten“, erklärte Guido De Marchi von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA). Zugleich zeigen die Aufnahmen des Ende 2021 ins All gestarteten James-Webb-Teleskops, wie weit die Weltraumfotografie selbst seit ihren Kindertagen gekommen ist. 1980 in Chile gemachte Aufnahmen desselben Sternhaufen sind kaum vergleichbar.
Ein Bild von NGC 346 aus dem Jahr 1980.
© imago/Leemage
Das James-Webb-Teleskop der Nasa hat im Januar 2022 seine geplante Umlaufbahn erreicht und liefert seither atemberaubende Bilder aus dem Weltraum. Astronomen suchen damit auch das All nach potentiell bewohnbaren Exoplaneten ab.
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