Indopazifik

Asiens neue Achse: Warum Tokio und Delhi nicht mehr auf Washington warten

Während die Nato in Ankara tagte, baute Japan seine Partnerschaft mit Indien aus. Hinter der Annäherung steckt eine strategische Neuordnung und wachsendes Misstrauen gegenüber den USA.

Tushar Shetty
Tushar Shetty
9 Min
Der Schulterschluss zwischen Takaichi und Modi steht für eine neue strategische Achse im Indopazifik.

Der Schulterschluss zwischen Takaichi und Modi steht für eine neue strategische Achse im Indopazifik.

© ANI/imago

Am Rande des Nato-Gipfels in Ankara sorgte der Präsident der Vereinigten Staaten vergangene Woche für einen denkwürdigen Auftritt. „Wir hatten 111 Raketen“, verkündete er, „abgefeuert von der Islamischen Republik Japan.“ Während die Reporter um ihn herum und ein sichtlich verwirrter Selenskyj an seiner Seite darüber rätselten, was von diesem Versprecher zu halten sei, war die Regierungschefin eben jenes Landes auf dem Gipfel nirgends zu finden.

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