Je mehr Steuern, umso weniger fürs Alter

Es kann nur noch schlimmer kommen

BLZ
2 Min

Tagesthema: "Von nun an geht's bergab" von Christian Lipicki und "Beitragssätze sind nicht alles" von C. Lipicki und Damiano Valgolio (22. November):Einige Aspekte in Ihrem durchaus kritischen Bericht zur Situation künftiger Rentner vermisse ich. Insbesondere, dass der Gesetzgeber keine Gelegenheit ausgelassen hat, private Altersvorsorge unattraktiv zu machen. Auch wenn die staatliche Förderung der Riesterrente zunächst einmal positiv ist, darf nicht übersehen werden, dass sie über private Firmen abgewickelt wird, die mitverdienen wollen. Das bezahlt der Bürger und geht zulasten der Rendite. Hätte man die Riesterrente in Form eines freiwilligen Zusatzangebotes der gesetzlichen Rentenversicherung übertragen, wären die Verwaltungskosten deutlich geringer, die Bedingungen transparenter und die Rendite für den Sparer höher. Ein weiteres Beispiel für unattraktive Bedingungen sind die Belegung von Betriebsrenten mit dem vollen Krankenkassenbeitrag. Was bleibt da von den monatlichen Auszahlungen übrig? Auch privates Sparen, egal in welcher Form, gehört zur privaten Altersvorsorge. Hier wurde durch verschiedene Maßnahmen die Steuerbelastung für den Sparer zulasten der Rendite erhöht.Die gleichen Leute, die sich selbst Privilegien - die Altersversorgung der Abgeordneten - zubilligen, muten dem rechtschaffenden Bürger zu, seine Zinsen auf sauer verdiente Spargroschen mit dem Fiskus zu teilen und propagieren gleichzeitig private Vorsorge. Je mehr der Staat aber durch Steuern einkassiert, desto weniger steht im Alter zur Verfügung.Michael Burghardt, per E-Mail------------------------------Foto: Fit und sorglos bis ins hohe Alter. Für viele Rentner wird das in Zukunft wohl nur noch ein Wunsch bleiben.

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