Ein Mann aus dem US-Bundesstaat Florida sorgt derzeit weltweit für Aufmerksamkeit, weil er dem 2019 gestorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein verblüffend ähnlich sieht. In sozialen Netzwerken wird er unter dem Namen „Palm Beach Pete“ gefeiert.
Auslöser war ein Video, das ihn mit Sonnenbrille und Baseballkappe am Steuer eines Cabriolets auf einer Autobahn in Südflorida zeigt. Eine Stimme ist darin zu hören mit den Worten: „Epstein lebt.“ Der Clip verbreitete sich rasend schnell und wurde hunderttausendfach angeklickt.
Der Mann selbst reagierte gelassen – und mit Humor. „Ich bin nicht Jeffrey Epstein. Ich bin Palm Beach Pete“, sagt er in einem Video, das er kurz darauf veröffentlichte. In einem Beitrag bei X schrieb er zudem: „Ich bin nicht Epstein, ich verspreche es.“
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Palm Beach Pete: „Plötzlich bin ich eine virale Sensation“
Nach eigenen Angaben wurde er völlig überraschend gefilmt. „Irgendein Typ hat mich einfach aufgenommen, ohne dass ich es wusste. Und plötzlich bin ich eine virale Sensation“, sagte er. Stundenlang habe er gar nicht bemerkt, was im Netz passierte.
In weiteren Videos bedankt er sich bei den vielen positiven Reaktionen. „Es ist ein verrücktes Phänomen, das komplett viral gegangen ist“, sagt er. „Ich bin einfach ich selbst.“
Der Mann beschreibt sich als kontaktfreudig, spielt Tennis und arbeitet im Immobiliengeschäft. Auch früher sei er schon gelegentlich auf seine Ähnlichkeit angesprochen worden – etwa bei Sportveranstaltungen oder beiläufig im Hintergrund von Fernsehaufnahmen. „Aber so viele Augen wie jetzt hatte ich noch nie auf mir“, sagte er dem Portal TMZ.
Palm Beach Pete: „Ich sehe besser aus als Jeffrey Epstein“
Sein Aussehen will er trotz der Aufmerksamkeit nicht verändern. Auf die Frage, ob er etwa seine Haare anders schneiden würde, antwortete er klar: „Ich werde mich nicht ändern.“, da er „besser aussehe als Jeffrey“. Gleichzeitig distanziert er sich deutlich von dem toten Sexualstraftäter, mit der er verglichen wird. „Dieser Kerl ist tot, und er war ein wirklich schlechter Mensch, und ich kann erhobenen Hauptes gehen. Ich habe nichts getan. Ich sah ihm nur zufällig ähnlich.“
Der Fall zeigt auch, wie schnell sich im Netz Verschwörungserzählungen verbreiten. Einige Nutzer griffen die alte, unbelegte Behauptung auf, Epstein habe seinen Tod nur vorgetäuscht. Behörden hatten seinen Tod 2019 in einer Gefängniszelle in New York als Suizid eingestuft. An der offiziellen Darstellung gibt es bis heute Zweifel.
Vor Ort in Palm Beach reichten die Reaktionen laut US-Medien von Humor bis Unbehagen. Während einige Passanten scherzten oder an Verschwörungstheorien festhielten, äußerten andere Mitgefühl mit dem Mann. „Mir tut er leid. Darüber sollte man keine Witze machen“, sagte ein Anwohner.
Für „Palm Beach Pete“ bleibt vor allem die surreale Erfahrung eines Moments, der außer Kontrolle geriet. Aus einer zufälligen Autofahrt wurde innerhalb weniger Stunden ein weltweites Internet-Phänomen.
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