Wohnungsnot

Jella Haase über Bebauungspläne am Tempelhofer Feld: „Das ist so eine dreiste Lüge“

Die Berliner Schauspielerin stellt sich gegen die geplante Randbebauung des Tempelhofer Felds. Ihre klare Botschaft: So werde man das Mietenproblem nicht lösen.

2 Min
Schauspielerin Jella Haase spricht sich gegen die geplante Randbebauung des Tempelhofer Felds aus.

Schauspielerin Jella Haase spricht sich gegen die geplante Randbebauung des Tempelhofer Felds aus.

© Domine Jerome/Imago

Seit Jahren ist das Tempelhofer Feld Zankapfel der Berliner Wohnungspolitik. Auf der einen Seite steht der Wunsch nach mehr Wohnraum in einer Stadt, in der bezahlbare Wohnungen rar gesät sind – auf der anderen Seite eine der größten innerstädtischen Freiflächen Berlins, die viele Anwohner und Initiativen unbedingt erhalten wollen.

Nun mischt sich auch die Berliner Schauspielerin Jella Haase in die Debatte ein und stellt sich gegen die geplante Randbebauung des Felds.

Jella Haase: „Wir sehen, wie Berlin ausverkauft wird“

Wie der „Fack ju Göhte“-Star in einem Instagram-Video sagt, liebe sie Berlin wegen genau solcher Orte wie dem Tempelhofer Feld. Auf dem ehemaligen Flugfeld könnten Berlinerinnen und Berliner nicht nur friedlich zusammenkommen und Zeit verbringen, auch sei der Ort essenziell, um die Stadt nachts herunterzukühlen und Hitzewellen besser zu überstehen.

Die 33-jährige Schauspielerin sieht in den Randbebauungsplänen weniger den konstruktiven Ansatz, die Berliner Wohnungsnot lösen zu wollen, sondern wittert dahinter die Bau-Lobby – es sei vor allem „ein Milliardengeschäft für Investoren“. Die aktuelle Regierung verkaufe diese Pläne hingegen als optimale Lösung für die Mietenkrise: „Das ist einfach so eine dreiste Lüge“, so Haase.

Laut dem Berliner Senat gebe es Platz für eine Viertelmillion Wohnungen – allerdings auch ohne das Feld, stellt die gebürtige Kreuzbergerin fest. „In der Vergangenheit haben wir gesehen, wie Berlin ausverkauft wird und wie die Menschen, die Berlin wirklich ausmachen, verdrängt werden.“

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen

Eine weitere Großbaustelle würde das Tempelhofer Feld und alles, was dort stattfindet, vernichten. „Das Berlin, das wir alle so lieben, wird dann verschwinden“, warnt sie und ruft abschließend ihre Follower auf, bei der Berlin-Wahl am 20. September ihre Stimme abzugeben.

Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

Lesen Sie mehr zum Thema
weltbune Banner