Die Chefin der Grünen Jugend, Jette Nietzard, hat sich nach Kritik an ihrem „ACAB“-Post vor einigen Tagen erneut mit dem polizeikritischen Schriftzug gezeigt. Für ein Interview mit der Zeit wurde sie vor einem Metallpfeiler eines Bahnhofes abgelichtet, auf dem in verblasster Schrift „Cops machen Krawall – ACAB“ zu lesen ist.
In den sozialen Medien sorgt das Bild für das aktuelle Interview mit der Zeit bei einigen Nutzern für Kritik. Schon wieder posiere Nietzard mit dem Schriftzug ACAB, kritisiert beispielsweise eine Userin auf X. „Diesmal nicht Aus Versehen und Privat sondern für ein Interview mit der Zeit.“
Jette Nietzard: Keine Entschuldigung für „ACAB“-Pullover
Nietzard hatte am 23. Mai bei Instagram ein Bild von sich gepostet, auf dem sie einen türkisfarbenen Pullover mit dem Kürzel „ACAB“ trägt. Das Kürzel steht für „all cops are bastards“ (alle Polizisten sind Mistkerle). Damit hatte sie für Kritik gesorgt, die auch aus der eigenen Partei und der Grünen-Bundestagsfraktion kam. Den Post hat sie inzwischen gelöscht.
Nietzard sagte der Zeit zu ihrem Instagram-Post: „Eigentlich war das nur eine lustige Instagram-Story.“ Den Pullover, der die Kontroverse ausgelöst hatte, habe sie nur ausgeliehen, weil ihr morgens kalt war. „Das ist das Allerlustigste da dran.“
Bereits in einem Interview mit dem Magazin Stern in der vergangenen Woche hatte sich Nietzard zu der Kritik an dem Post geäußert. „Nein, mich zu entschuldigen, fände ich übertrieben“, sagte Nietzard darin. Der „Sturm der Entrüstung“, der auf ihren Instagram-Beitrag folgte, habe sie aber „wirklich überrascht. Das war naiv“, räumte sie ein. Allgemein stehe sie zu ihrer „systemischen Kritik“ an der Polizei. Doch „nicht jeder einzelne Polizist ist ein Schwein“, sagte sie weiter.
„ACAB“-Post von Jette Nietzard: „Mich zu entschuldigen, fände ich übertrieben“
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]