CSU-Parteitag

Jetzt baut selbst die CSU Brandmauern auf, doch bei Söder steckt ein Plan dahinter

CSU-Chef Markus Söder steht als Ersatzkanzler bereit. Selbstbewusst schießt er aus guter, alter Tradition vor allem gegen links. Nun will er auch Brandmauern. Warum nur?

10 Min
Markus Söder: Der CSU-Chef und bayerische Ministerpräsident sieht Bayern, also die CSU, als letztes Bollwerk gegen den Extremismus.

Markus Söder: Der CSU-Chef und bayerische Ministerpräsident sieht Bayern, also die CSU, als letztes Bollwerk gegen den Extremismus.

© chris.emil-janssen.de/IMAGO

Seit September geht bei der bürgerlichen Mitte die Angst um: Der Osten wählt „rechtsextrem“ und in Berlin kommen bald „die Kommunisten“ an die Macht. Herrschen nun wieder Weimarer Verhältnisse? Geraten Demokratie und Rechtsstaat ins Wanken? Brennen hierzulande bald auch die Barrikaden wie in Frankreich?

In ganz Deutschland stehen die etablierten Parteien unter Druck und verfallen in Panik ob miserabler Umfragewerte und Wahlergebnisse. In ganz Deutschland? Nein! Ein von unbeugsamen Bajuwaren bevölkerter Landstrich hört nicht auf, dem schnöden Zeitgeist Widerstand zu leisten. Ganz unten bei den Bayern ist die Welt noch in Ordnung. Da gehen die Uhren anders. Denn zwischen Aschaffenburg und Garmisch-Partenkirchen regiert seit der Bronzezeit die CSU. Deswegen sagt deren Generalsekretär Martin Huber auch gerne, man sei als CSU das letzte „Bollwerk gegen Extremismus von links und rechts“.

Nun bröselt das Bollwerk der heilen, bayerischen Welt ein wenig. Ausländische Messerstecher, Amokfahrer und Vergewaltiger sind mittlerweile auch bis Würzburg, München oder Schongau vorgedrungen und bescheren nicht nur den Boulevardmedien, sondern auch der AfD verstärkt Zulauf. Zeit zu handeln, hat sich daher CSU-Chef Markus Söder gedacht, und präsentiert auf dem CSU-Parteitag in München eine angepasste Marschroute.

Werden Sie Teil des Ostablishments.

Sie haben bereits ein O+ Abo?

*