Der noch amtierende US-Präsident Joe Biden hat sich erstmals seit dem Wahlsieg Donald Trumps öffentlich in einer Rede geäußert. Wie er in einer Ansprache an die Nation am Donnerstagmorgen (Ortszeit) sagte, verspreche er einen friedlichen und geordneten Übergang am 20. Januar. Er akzeptiere die Wahl der Amerikanerinnen und Amerikaner. „Man kann sein Land nicht nur lieben, wenn man gewinnt“, so Biden. Gleichzeitig lobte er Kamala Harris für ihren Einsatz. Sie habe ein „Rückgrat wie Rambo“.
Biden hatte Trump zuvor bereits zu seinem Wahlsieg gratuliert und ins Weiße Haus eingeladen. Dieser habe die Einladung akzeptiert und „freut sich auf das Treffen“, das bald stattfinden werde, erklärte Trumps Wahlkampfsprecher Steven Cheung. In einem Telefonat mit Trump habe Biden betont, wie wichtig es sei, „das Land zusammenzuführen“, teilte das Weiße Haus am Mittwoch mit.
Biden hatte Trump als Gefahr für die US-Demokratie bezeichnet und vor dessen Rückkehr ins Weiße Haus gewarnt. Ende Juli gab der 81-Jährige seine eigene erneute Kandidatur aus Altersgründen auf, woraufhin seine Stellvertreterin Harris die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten übernahm.
Er scheidet am 20. Januar aus dem Amt - am selben Tag wird Trump mit seiner Vereidigung vor dem Kapitol zum 47. Präsidenten der Vereinigten Staaten, nachdem er von 2017 bis 2021 bereits der 45. Präsident war. Zwischen Wahl und Vereidigung gilt in den USA traditionsgemäß die Phase des Übergangs, in welcher der scheidende Präsident seinem Nachfolger Hilfestellungen leistet. Auch die Wahlverliererin Kamala Harris hatte Trump eigenen Angaben zufolge zugesichert, bei der reibungslosen Übergabe im Weißen Haus zu unterstützen. (mit AFP)
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]