9000 Jahre alt

Jordanien: Rituelle Stätte aus der Steinzeit in Wüste entdeckt

Die Steinformation gehört wohl zu den frühesten von Menschen errichteten Strukturen überhaupt. Forscher sprechen von einem „beispiellosen Fund“.

Team News Mike Wilms AFP/mow
2 Min
Jordanien: Zwei geschnitzte stehende Steine an der neolithischen Stätte.

Jordanien: Zwei geschnitzte stehende Steine an der neolithischen Stätte.

© dpa/AP/Tourism Ministry/Uncredited

Archäologen haben in der jordanischen Wüste eine rituelle Stätte entdeckt, die vermutlich zu den frühesten von Menschen errichteten Strukturen zählt. Die Stätte aus der Steinzeit wurde im Jahr 2021 in der Wüste Dschibal al-Chaschabijeh im Südosten Jordaniens ausgegraben, wie die jordanischen Behörden am Dienstag mitteilten. Der Fund gelang einer Gruppe aus französischen und jordanischen Forschern, die im archäologischen Projekt Sebap zusammengeschlossen sind.

Die Stätte wurde nach Angaben der Forscher von Gazellen-Jägern genutzt. Zur Stätte gehört eine Art Altar und ein Modell einer Wildfalle. Im Neolithikum wurden die Gazellen gegen große Mauern getrieben, wo sie in einer Falle erlegt wurden.

Ältestes bisher bekanntes Großbauwerk der Welt

Ähnliche Strukturen wurden bereits in Saudi-Arabien, Syrien, der Türkei und Kasachstan gefunden. Bisweilen sind sie mehrere Kilometer lang. Die Sebap-Forscher erklärten, ihr Fund sei „spektakulär und beispiellos“, weil es sich um das älteste bisher bekannte Großbauwerk der Welt handele.

Zu der gefundenen Stätte gehören zwei Stelen mit menschlicher Silhouette. Eine von ihnen ist 1,12 Meter hoch. Ferner fanden sich Feuersteine, Tier-Statuen und Meer-Fossilien.

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