Dokumentation

Jugend in der Ukraine: „Das Hamlet Syndrom“

„Das Hamlet Syndrom“ führt in die Zeit vor dem russischen Angriffskrieg zurück. Beim Filmfestival in Locarno wurde die Dokumentation ausgezeichnet.

dpa
1 Min
HANDOUT - Die Beteiligten reflektieren Erfahrungen mit Gewalt, Machtmissbrauch und Selbstzweifeln.

HANDOUT - Die Beteiligten reflektieren Erfahrungen mit Gewalt, Machtmissbrauch und Selbstzweifeln.

© -/RealFiction/dpa

Ausgangspunkt der Dokumentation, die Monate vor der Invasion Russlands in die Ukraine gedreht wurde, ist eine moderne Adaption von Shakespeares Königsdrama „Hamlet“. Die Beteiligten reflektieren in der künstlerischen Arbeit eigene Erfahrungen mit Gewalt, Machtmissbrauch und Selbstzweifeln. Hamlets berühmte Frage nach dem „Sein oder Nichtsein“ wird dabei zum Spiegel heutiger existenzieller Fragen.

Das ist besonders spannend und emotional aufwühlend, wenn der Film das Privatleben der Protagonisten erkundet. Da prallen unterschiedliche Lebensentwürfe aufeinander. So entsteht ein breitgefächertes Panorama der ukrainischen Gesellschaft, einer Gesellschaft im Aufbruch. Der Überfall Russlands auf die Ukraine hat diesen Aufbruch brutal abgewürgt. Damit wird der Film zu einem erschütternden Dokument der gegenwärtigen Menschheitsgeschichte.

Das Hamlet Syndrom, Deutschland, Polen 2022, 85 Min., von Elwira Niewiera & Piotr Rosołowski

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