Nach mehreren Angriffen von Migranten-Gangs auf Jugendliche in Brandenburg hat Innenminister Jan Redmann (CDU) Zeugen aufgerufen, sich nicht von Gewalttätern unter Druck setzen zu lassen. Wer sich von Tatverdächtigen bedroht fühle oder entsprechende Beobachtungen mache, solle dies konsequent zur Anzeige bringen.
„Und danach?“, fragt Klaus D. „Danach werden die Täter von unserer ‚Kuscheljustiz‘ zur x-ten Bewährungsstrafe verurteilt. Solange unsere Justiz in ihrem Ermessensspielraum immer am unteren Level bleibt, wird sich nichts ändern. Vielleicht muss die Richterschaft mal betroffen sein?“
Klaus D. hat viele Jahre im Sicherheitsgewerbe gearbeitet. Inzwischen hat er Berlin den Rücken gekehrt, worüber er sehr froh ist. Jahrzehntelang war er ehrenamtlicher Jugendschöffe: in Magdeburg, Halle und Eisenhüttenstadt und schließlich zehn Jahre lang in Berlin, am Amts- und am Landgericht. Oft ging es dabei um Gewalttäter. Meist waren es junge Männer, großenteils mit Migrationshintergrund – arabischer und türkischer, aber auch ukrainischer oder polnischer Herkunft.
Migranten-Gangs
„Kuscheljustiz“: Ein Ex-Schöffe erzählt, warum junge Gewalttäter oft milde davonkommen
In Potsdam greifen Migranten-Gangs mehrfach Jugendliche an. Der frühere Jugendschöffe Klaus D. berichtet, warum er oft keine Haftstrafe erreichen konnte.
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© Axel Billig / Pressefoto Wagner
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