Manchmal reicht ein einziges Interview, um die sorgsam gepflegten moralischen Gewissheiten eines bestimmten Milieus ins Wanken zu bringen. Genau das ist der Schriftstellerin Juli Zeh am vergangenen Wochenende gelungen. Sie hat es gewagt, ihre Nachbarn im brandenburgischen Havelland nicht pauschal als Vorboten des Vierten Reiches zu verdammen. Ein fataler Fehler in den Augen jener, die den Kompass für den richtigen Anstand stets griffbereit haben.
Ostdeutschland
Juli Zeh und die Brandmauer der Empörten: Guten Tag, Herr Nachbar, sind Sie Nazi?
Die Schriftstellerin Juli Zeh mag ihre AfD wählenden Nachbarn. Für die linksliberale Blase ist das ein Skandal. Ein Kommentar.
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