Die Bundestgspräsidentin Julia Klöckner (CDU) hat mehrere Forderungen an den öffentlich-rechtlichen Rundfunk gestellt. Gegenüber der Bild-Zeitung sagte Klöckner: „Ich verteidige den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, aber er muss sich auch Fragen stellen lassen. Nach der Effizienz, der Neutralität, der Ausgewogenheit“. Sie forderte zudem mehr politische Live-Berichterstattung und Selbstreflexion.
Schwierig werde es, „wenn die veröffentlichte Meinung sich immer mehr von der öffentlichen Meinung verabschiedet“. Klöckner forderte, dass sich ARD und ZDF regelmäßig selbst hinterfragen müssten.
Klöckner fordert „selbstreflektierende Korrektur“ von ARD und ZDF
„Da muss es dann auch eine selbstreflektierende Korrektur geben“, sagte die 53-Jährige. „Es gibt keine Institution in einer Demokratie, die frei sein kann von Kritik und von Reformbemühungen,“ so Klöckner weiter.
Die CDU-Politikerin sprach sich für mehr politische Live-Berichterstattung aus. „Ich freue mich, wenn der öffentlich-rechtliche Rundfunk es sehr ernst nimmt, auch Bundestagsdebatten zu übertragen“, sagte sie. „Manchmal sind Bundestagsdebatten von der Relevanz her für die Bevölkerung wichtiger als manche Sendung aus der Konserve.“
CDU wollte mit „Nius“-Sponsor Frank Gotthardt Unternehmen gründen: Julia Klöckner involviert
Feier mit Nius-Sponsor: Kritik an Julia Klöckner
Klöckner selbst geriet im vergangenen Sommer durch ihre Aussagen zur deutschen Medienlandschaft in die Kritik. Im August 2025 war sie Gast beim Sommerfest der CDU Koblenz. Das Fest fand in Räumlichkeiten statt, die Frank Gotthardt gehören, langjähriger Vorsitzender des CDU-Wirtschaftsrates in Rheinland-Pfalz und Hauptgeldgeber des rechtspopulistischen Onlinemediums Nius. Als Reaktion auf die Kritik verglich Klöckner bei dem Auftritt unter anderem Nius mit der linken Tageszeitung taz und sagte, methodisch seien sich beide „nicht so sehr unähnlich“.
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