Julia Riedler braucht nicht viel mehr als ihre bloße Haut und einen Kronleuchter, um Arthur Schnitzlers gut 100 Jahre alten inneren Monolog „Fräulein Else“ auf die Bühne zu bringen. Das zusammen mit ihrer Regisseurin Leonie Böhm für das Wiener Volkstheater konzipierte Solo passt hervorragend auch ins verstuckte Berliner Ensemble, wo die zum Theatertreffen eingeladene Produktion gastiert. Ach so, und was sie noch braucht, sind wir, das Publikum. Und hier bedient sie sich mit charmanter Schamlosigkeit.
Theatertreffen
Julia Riedler als „Fräulein Else“: Kitzelfolter, bei der die Scham die Seite wechselt
Beim Theatertreffen ziehen Julia Riedler und Leonie Böhm Schnitzlers „Fräulein Else“ als eine abgefeimte Machtprobe zwischen Bühne und Publikum durch. Die Kritik.
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Julia Riedler als „Fräulein Else“
© Marcel Urlaub
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