Gastbeitrag

Der Fall Julian Assange: Journalismus auf der Anklagebank

Der politische Schauprozess im Fall Assange geht zu Ende. Eine Auslieferung an die USA wäre ein fataler Schlag gegen die Pressefreiheit – doch Berlin unternimmt nichts. Ein Gastbeitrag.

Sevim Dagdelen
6 Min
ARCHIV - Wikileaks-Gründer Julian Assange droht die Auslieferung an die USA. 

ARCHIV - Wikileaks-Gründer Julian Assange droht die Auslieferung an die USA. 

© Dominic Lipinski/PA Wire/dpa

Wenn am 20. und 21. Februar am britischen High Court in London die womöglich letzte Anhörung im Auslieferungsverfahren gegen Julian Assange stattfindet, steht nichts weniger auf dem Spiel als die Pressefreiheit. Sollten die Richter den Antrag des Journalisten und Wikileaks-Gründers auf Berufung ablehnen, wäre der Rechtsweg in Großbritannien ausgeschöpft. Schlimmstenfalls würde die britische Regierung Assange umgehend in ein Flugzeug setzen und an die USA überstellen – noch bevor er und seine Anwälte den Gang vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte antreten könnten.

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