Sie veranstalten im Juni in Berlin eine Tagung, die sich mit den Ursprüngen und den Grundlagen der Demokratie beschäftigt. Wird es auch um die Krise der Demokratie gehen?
Ja, und da gibt es interessante Parallelen. Der Populismus bedrohte die Demokratie schon in der Antike. Es gab auch bereits den Konflikt mit den Eliten. Athen hat viel unternommen, damit die Reichen in die Pflicht genommen werden. Sie mussten zum Beispiel für Getreide- und Tragödienspenden sorgen. Auch die Gräbergrößen wurden normiert. Eine Herrschaftsform, in der Konflikte friedlich ausgetragen werden können und sich adlige Familien nicht wechselseitig die Köpfe einschlagen, stand offenbar an der Wiege der athenischen Demokratie.
Philosoph warnt
Julian Nida-Rümelin über die Demokratiekrise: „Kulturkämpfe von links werden immer verloren“
Fragen der Lebensgestaltung darf man nicht zu einem politischen Programm machen, sagt der Philosoph Julian Nida-Rümelin. Das gelte auch für die Bundeszentrale für politische Bildung oder Schulen.
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Der Philosoph Julian Nida-Rümelin: „Menschen haben den Eindruck, dass die Politik hilflos ist.“
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