Junge Franzosen radelten nach Berlin CHARLOTTENBURG

Zuerst ging s unter die kühle Dusche

Andreas Wolter
2 Min

In einer Woche mit dem Fahrrad rund 700 Kilometer von Dünkirchen an der französischen Kanalseite nach Berlin. Diesen Kraftakt haben vier französische Handelsschüler und eine -schülerin vollbracht.Vor sieben Tagen sind Lucile, Patrick, Piäre-Guy, Phillippe und Van von Institut Supereiur de Gommerze International de Dunkerque fISCh)) zu einer Dreilander-Tour durch Frankreich, Belgien und Deutschland aufgebrochen. Am Sonntag war Berlin der Wendepunkt ihrer Tour. Dort wurden sie im Oberstufenzentrum Banken und Versicherungen in Alt-Moabit erwartet.Völlig erschöpft kamen die Franzosen erst zwei Stunden später als geplant an. l)er erste Weg führte sie erst einmal unter die Dusche, anschließend gab es einen Empfang im Oberstufenzentrum. Nach kühlen Getränken und einem lmbiß, den die deutschen Berufsschüler vorbereitet hatten, stand am späten Nachmittag noch eine Stadtrundfahrt auf dem Programm. Reichstag und Brandenburger Tor hinterließen durchaus Eindrücke. Begeisterung kam allerdings heim abendlichen Flanieren über den Ku damm auf. Gemeinsam mit den deutschen Berufsschülern stürzten sich die Franzosen ins Berliner Nachtleben.Die Idee zur dieser Tour entstand innerhalb der Fahrrad AG des ISCID ganz spontan. Viktoria Gerstlauer, Französischlehrerin im Berufschulbereich Banken des Oberstufenzentrums, war sofort begeistert und organisierte Unterkünfte. Drei ihrer Schüler/ Innen boten Schlafgelegenheiten an, die restlichen zwei waren ebenfalls schnell gefunden ",Der Kontakt zur Handelsschule in Dünkirchen rührt aus der mittlerweile zweijährigen Partnerschaft", erzählt die Lehrerin. Jedes Jahr erhalten beispielsweise zwei deutsche Berufsschüler ein Stipendium in Dünkirchen. Künftig soll diese Zahl auf vier pro Semester erhöht werden.Der Besuch aus Frankreich war für alle ein tolles Erlebnis. "Hoffentlich entstehen hier auch längerfristige Kontakte." So wie Sonja Brei dachten wohl alle, als es gestern vormittag schon wieder galt Abschied zu nehmen. Die nächsten Stationen der Franzosen heißen Eisenach, Göttingen und Wiesbaden. Einen Gegenbesuch in Dünkirchen könnte sich Sonja schon bald vorstellen. Ob dann auch mit dem Fahrrad, wollte sie allerdings nicht versprechen.Andreas WolterDie radelnden Franzosen wurden gestern von ihren Charlottenburger Gastgebern herzlich verabschiedet.

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