Milliardengrab

Kai Wegners Olympia-Märchen: Warum Megaevents keine kranke Stadt heilen können

Der Berliner Senat fabuliert von Olympia als Befreiungsschlag. Doch riesige Sportveranstaltungen sollen in Deutschland nur noch von den wahren Problemen ablenken. Ein Kommentar.

5 Min
Friede, Freude, Eiertanz: So stellt sich der Senat die Olympischen Spiele in Berlin vor.

Friede, Freude, Eiertanz: So stellt sich der Senat die Olympischen Spiele in Berlin vor.

© Kulturprojekte Berlin

Kajak und Kugelstoßen haben noch keinen Krieg beendet, der Weitsprung noch keine Wirtschaft angekurbelt. Eigentlich ist das jedem klar. Dennoch fuhr Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) großes rhetorisches Geschütz auf, als er das frisch beschlossene Konzept des Senats für die Olympiabewerbung präsentierte. Von einem „Versprechen für die Zukunft“ war da die Rede. Von einem „weltweiten Signal“ des Zusammenhalts „in Zeiten von Krisen und Krieg“. Ja, Olympia hätten das Potenzial, „diese Gesellschaft wieder zusammenzubringen“ und sei mithin eine „enorme Chance“.

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