Gesundheitsversorgung

Kamenz atmet auf: Geburtsklinik ist vorläufig gerettet

Eine Sondersitzung des Kreistages am letzten Tag vor der Schließung sowie eine Finanzspritze von einer halben Million Euro machen den Weg frei.

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Die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe im Kamenzer Krankenhaus St. Johannes ist vorläufig gerettet.

Die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe im Kamenzer Krankenhaus St. Johannes ist vorläufig gerettet.

© Kerstin Kokoska/imago

Der Fall zeigt, was geht – wenn alle, unabhängig von Parteizugehörigkeit – an einem Strang ziehen und selbst den Sonntag dafür opfern.

Am Sonntagmittag fand in Bautzen eine Sondersitzung des Kreistages statt, bei der mit großer Mehrheit ein Finanzzuschuss für die Geburtsklinik Kamenz beschlossen wurde, der den Weiterbetrieb vorerst bis Jahresende sichert. Das teilte die Stadtverwaltung Kamenz in einer Pressemitteilung mit.

Das betreffende St.-Johannes-Krankenhaus erhält einen Zuschuss von rund 500.000 Euro, der bis zum 31. Dezember dieses Jahres gewährt wird. Er ist seitens des Landkreises – gegenüber den Gesellschaftern der St. Johannes Krankenhaus GmbH und dem Sächsischen Staatsministeriums für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt – an bestimmte Bedingungen geknüpft. So muss die Klinik über den 31. Mai 2026 hinaus den Betrieb unter Beibehaltung der gesetzlichen Qualitätsstandards fortsetzen und das Ministerium den bisherigen Versorgungsauftrag Geburtshilfe aufrechterhalten und auch künftig dieser Leistungsgruppe zugewiesen werden.

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