Corona-Pandemie

Kanzleramtschef Braun: Kein Lockdown mehr für Geimpfte

Der CDU-Politiker rechnet auch angesichts der Delta-Variante nicht mit neuen Einschränkungen für Geimpfte – falls die Impfstoffe weiter so gut wirken.

Team News Mike Wilms dpa/mow
2 Min
Der CDU-Politiker Helge Braun ist Chef des Bundeskanzleramts (Archivbild).

Der CDU-Politiker Helge Braun ist Chef des Bundeskanzleramts (Archivbild).

© dpa/Michael Kappeler

Das Robert-Koch-Institut habe gesagt, Menschen mit vollständigem Impfschutz nähmen am epidemiologischen Geschehen nicht mehr wesentlich teil. Dies habe sich noch hauptsächlich auf die Alpha-Variante des Coronavirus bezogen, führte Braun aus. Geimpfte seien selber nicht mehr wirklich gefährdet, und sie gefährdeten auch keine anderen. „Dann gibt es auch keinen Grund, denjenigen zu einer Reduzierung ihrer Kontakte zu raten.“

Braun: Wichtig ist, wie gut die Impfung gegen Delta wirkt

Braun machte zudem deutlich, dass wegen der zunehmenden Zahl von Geimpften bei der Bewertung der Corona-Lage künftig weitere Faktoren an Gewicht gewinnen. Die Inzidenzwerte würden weiter eine wichtige Rolle spielen, „weil sie natürlich eine Aussage darüber treffen, wie viele Leute sich neu mit Corona infizieren“, sagte er. „Aber wenn wir jetzt in der Situation sind, dass eine hohe Zahl von Bürgern geimpft ist, müssen wir natürlich weitere Faktoren einbeziehen.“ Ganz wichtig sei die Frage, wie gut die Impfung gegenüber neuen Varianten wie Delta ist.

Deshalb werde man das Thema Krankenhausaufnahmen in der Statistik „auch noch mal stärker in den Mittelpunkt stellen“ – Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) arbeite an einer entsprechenden Verordnung. „Damit wir quasi wissen: Werden Menschen, die geimpft sind, vielleicht wieder verstärkt ins Krankenhaus kommen?“ Das wäre dann laut Braun ein Signal, „dass entweder wir es mit einer Variante zu tun haben, wo die Impfung nicht gut wirkt, oder es wäre ein Signal, dass in gewissen Altersgruppen (...) vielleicht der Impferfolg schon nachlässt, so dass man also nachimpfen muss“.

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen

Spahn sagte dazu in Berlin: Bisher habe gegolten „intensiv folgt der Inzidenz“. Mit jeder Impfung sinke dieser Zusammenhang. Mit Blick auf Herbst und Winter sollten daher noch mehr Aspekte neben der Inzidenz berücksichtigt werden. Spahn bestätigte, dass eine Verordnung in Abstimmung sei. Diese solle stärker dazu verpflichten, Krankenhausaufnahmen von Covid-19-Patienten und Krankheitsverläufe zu melden, über die Meldungen der Intensivstationen hinaus, damit es eine noch bessere Datenlage gebe.

Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

Lesen Sie mehr zum Thema
weltbune Banner