Zeitgeschichte

Karl-Eduard von Schnitzler und der „Schwarze Kanal“: Was uns DDR-Propaganda heute noch lehrt

Vor 25 Jahren starb der Chefkommentator des DDR-Fernsehens. Er hatte 1519 Sendungen und den Staat im Rücken . Und scheiterte trotzdem – zum Glück.

Roland Dantz
8 Min
Ein Blick in die Vergangenheit: Karl Eduard von Schnitzlers „Schwarzer Kanal“ ist heute nur noch im DDR-Museum zu empfangen.

Ein Blick in die Vergangenheit: Karl Eduard von Schnitzlers „Schwarzer Kanal“ ist heute nur noch im DDR-Museum zu empfangen.

© imago

Ich gebe zu, dass mir dieser Text nicht leicht gefallen ist. Über Karl-Eduard von Schnitzler (1918–2001) zu schreiben, heißt, sich an einem Mann abzuarbeiten, den man lieber liegen ließe. Aber er ist eine Figur der Zeitgeschichte, und wer über politische Propaganda nachdenkt, vor allem über ihr Scheitern, kommt an ihm für den Osten nicht vorbei. Am 20. September jährt sich sein Tod zum fünfundzwanzigsten Mal. Das Kalenderblatt erinnert daran, und irgendjemand sagt dann garantiert diesen Satz: Ist doch wie früher, die erzählen uns doch auch nur, was wir hören sollen.

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