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Corona

Karl Lauterbach fordert: Sofort alle Corona-Lockerungen aufheben

Lauterbach warnt vor vielen Toten. Alle Lockerungen sollten „so schnell wie möglich ausgesetzt werden“. Die dritte Welle sei „das letzte Gefecht“.

Team News Philippe Debionne P. Debionne
3 Min
Der SPD-Politiker Karl Lauterbach fordert, alle Lockerungen der Corona-Verordnungen sofort zu beenden. Die gefürchtete dritte Welle bezeichnet Lauterbach in einem Tweet als „letztes Gefecht“.

Der SPD-Politiker Karl Lauterbach fordert, alle Lockerungen der Corona-Verordnungen sofort zu beenden. Die gefürchtete dritte Welle bezeichnet Lauterbach in einem Tweet als „letztes Gefecht“.

© Imago/photothek

Die konsequente Anwendung der „Notbremse“ sei ein Muss. Wer jetzt lockere, „nimmt viele schwere und tödliche Verläufe in Kauf, besonders bei den 50- bis 80-Jährigen“, so Lauterbach. Als Beispiel nennt der Politiker seine Heimatstadt Düren. Hier liegt der Inzidenzwert derzeit bei 240. Trotzdem werden die Schulen nicht geschlossen.

Ministerium: Schulen nicht maßgeblich verantwortlich für Infektionsgeschehen

Das Schulministerium in Nordrhein-Westfalen hatte den Antrag des Kreises Düren, die weiterführenden Schulen im Kreisgebiet ab kommendem Montag bis zu den Osterferien nicht weiter zu öffnen, abgelehnt. Das Schulministerium begründete die Ablehnung damit, dass es derzeit keine Hinweise darauf gebe, dass „Schulen in den betroffenen Kommunen in besonderem Maß für das Infektionsgeschehen“ verantwortlich seien.

Schulschließungen oder die Einschränkung des Schulbetriebes kämen erst als letztes Mittel in der Pandemiebekämpfung infrage. Nach Lauterbachs Ansicht sei das Verhalten des Ministeriums „völlig verantwortungslos, riskiert Leben, und führt unsere Notbremse bei Inzidenz 100 ins Absurde“. In einem flammenden Appell schrieb Karl Lauterbach bei Twitter, man dürfe „jetzt nicht resignieren. Es sind nur noch wenige Monate, die dritte Welle ist letztes Gefecht“.

CDU-Landrat: „Maßnahmen mit gravierenden Nebenwirkungen verbunden“

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Zuletzt hatten die Landkreise Oberspreewald-Lausitz und Elbe-Elster in Brandenburg mit einer ähnlichen Argumentation wie das Schulministerium in NRW argumentiert und schärfere Corona-Regeln trotz einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100 abgelehnt. „Wenn die geltenden Regelungen beachtet werden, bedarf es keiner neuen Einschränkungen“, erklärte Landrat Christian Heinrich-Jaschinski (CDU) bei Facebook.

Die meisten Infektionen gingen auf private Zusammenkünfte, Feiern und Nachlässigkeiten beim Arbeitsschutz zurück. Einschränkungen für Kitas oder Schulen sowie Geschäfte hätten auf das Infektionsgeschehen vergleichsweise wenig Einfluss. Zugleich wären neue Maßnahmen mit gravierenden Nebenwirkungen verbunden.

Lockerungen in Berlin für Gastronomie frühestens ab 22. März vorgesehen

In Berlin sind die Lockerungen ebenfalls an den Corona-Inzidenzwert gekoppelt. Damit die derzeitigen Lockerungen erhalten bleiben, muss er unter 100 bleiben. Sollte er diesen Wert übersteigen, werden die Lockerungen wieder zum Teil zurückgenommen. Sinkt der Wert hingegen unter 50, soll weiter gelockert werden. Restaurants, Kneipen, Bars und Kino bleiben in Berlin vorerst geschlossen, auch bei den Hotels ändert sich vorerst nichts.

Lockerungen sind in diesen Bereichen frühestens ab dem 22. März vorgesehen. Abhängig von der aktuellen Infektionslage könnte es dann auch hier Lockerungen geben. Denkbar sind etwa Außengastronomie mit tagesaktuellem Corona-Test und Online-Anmeldung.

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