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Heribert Prantl bei „Hart aber fair“ über die Corona-Zeit: „Es war nicht nur schwierig, es war elend“

Louis Klamroth versuchte sich in „Hart aber Fair“ mit Gästen wie Karl Lauterbach, Klaus Stöhr und Heribert Prantl an der Corona-Aufarbeitung. Die Gräben sind tief. Die Kritik.

Max Florian Kühlem
6 Min
Ein Gast bei Hart aber fair: Heribert Prantl.

Ein Gast bei Hart aber fair: Heribert Prantl.

© Screenshot ARD

Moderator Louis Klamroth ist in seiner Talkshow „Hart aber Fair“ an einem Thema gescheitert, an dem man zum jetzigen Zeitpunkt wohl nur scheitern kann. Nach 75 Minuten zum Thema „Das Corona-Trauma: Was hat die Pandemie mit uns gemacht?“ war vor allem eines klar: Die gesellschaftlichen und politischen Gräben sind nach wie vor tief und eine politische Aufarbeitung der Corona-Zeit ist so bitter notwendig wie kompliziert. Alleine die Frage, wer sprechen darf – oder dazu bereit ist –, ist kaum zu beantworten. Das zeigte die Runde, in der keiner der politischen Entscheider aus dem Jahr 2020 saß, ein Virologe, der praktisch nicht zu Wort kam, und ein scheidender Gesundheitsminister, der gleichzeitig bereuen und sich beweihräuchern darf.

„Auch ich hatte vieles schon wieder vergessen, vielleicht auch verdrängt“, erklärt Louis Klamroth zu Beginn und lässt in einem kurzen Einspieler Revue passieren: Merkels Ausspruch „Es ist ernst, bitte nehmen Sie es auch ernst“ im März 2020. Die ersten Lockdowns, Maßnahmen wie das Verbot von Treffen mit mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit, die Einschränkungen von Strandspaziergängen, nächtliche Ausgangssperren. Für den Journalisten Heribert Prantl, der den ersten Aufschlag machen darf, ist klar: Auch angesichts der Unwissenheit, die damals herrschte, sei der Politik die Abwägung zwischen Freiheitsrechten und Einschränkungen nicht gut gelungen.

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