Es ist vermutlich nicht das erste Thema, das einem zum 3. Oktober einfällt, dem Tag der Deutschen Einheit. Vermutlich denken die wenigsten Menschen hierzulande an das Gesundheitssystem im Allgemeinen und die Krankenhäuser im Besonderen. Es sei denn, sie sind gerade darauf angewiesen. Und doch ist es ein gutes Datum, um zurückzuschauen auf die Zeit vor 34 Jahren und aus dieser Perspektive zu verstehen, was Politiker meinen, wenn sie sagen, ihre Politik sei nicht schlecht, sondern den Bürgern nur schlecht erklärt. Allerdings in einem anderen Sinne, als er ebendiesen Politikern vorschwebt.
Es geht um die Reform der deutschen Kliniklandschaft, die momentan diskutiert wird und viele Fragen aufwirft. Es geht um ein Vorhaben von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) mit dem ausufernden Namen Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz, kurz KHVVG. Es geht um ein Etikett, das das Gegenteil des Inhalts aussagt, dem es anhaftet. Deshalb ein Blick zurück.
Krankenhausreform
Lauterbachs Mogelpackung: Die Gesundheitsreform wird keine Besserung bringen
Karl Lauterbach sagt, er will Kliniken von ökonomischen Zwängen befreien. Doch das neue System funktioniert nach dem alten Prinzip – mit Folgen. Ein Kommentar.
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Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach im Bundestag.
© dpa
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