Thüringen hat seinen Katastrophenschutz um drei weitere Großtanklöschfahrzeuge erweitert. Die Spezialfahrzeuge wurden beim Aufbauhersteller Schmitz Feuerwehrtechnik im ostthüringischen Nobitz an die Städte Weimar und Suhl sowie an den Landkreis Sömmerda übergeben. Nach Angaben des Thüringer Innenministeriums stehen damit landesweit sechs dieser Fahrzeuge zur Verfügung. Bereits im Januar waren drei vergleichbare Fahrzeuge an die Landkreise Hildburghausen, Kyffhäuserkreis und Sonneberg ausgeliefert worden.
Die neuen Fahrzeuge verfügen über einen Löschwasserbehälter mit 10.000 Litern Fassungsvermögen. Herkömmliche Tanklöschfahrzeuge führen meist höchstens 4000 Liter Wasser mit. Eingesetzt werden sollen sie von den Katastrophenschutz-Unterstützungseinheiten für den Wassertransport, gemeinsam mit den bereits vorhandenen Waldbrand-Tanklöschfahrzeugen.
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Damit sei Thüringen künftig besser auf die Waldbrandgefahr in Hitzesommern vorbereitet, betonte Staatssekretär Andreas Bausewein bei der Übergabe laut Deutscher Presse-Agentur (dpa). „Gerade bei Wald- und Vegetationsbränden bedarf es einer stabilen und leistungsfähigen Löschwasserversorgung“, sagte er.
Der Ausbau erfolgt vor dem Hintergrund zunehmender Waldbrandrisiken. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) wird die Waldbrandgefahr in einigen Regionen Thüringens zum Ende der Woche auf Stufe vier ansteigen, was der Bewertung „hohe Gefahr“ entspricht. Im vergangenen Sommer hatte ein Großbrand bei Gösselsdorf im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt über Tage hinweg Hunderte Einsatzkräfte beschäftigt. Mit einer betroffenen Fläche von rund 82 Hektar gilt das Feuer auf der Saalfelder Höhe als bislang größter Waldbrand in Thüringen.
Das Thüringer Landesverwaltungsamt hatte bereits 2025 nach eigenen Angaben Fördermittel in Höhe von insgesamt 15,45 Millionen Euro für den Brand- und Katastrophenschutz bewilligt – die höchste Fördersumme seit 2015. Schwerpunkt war die Beschaffung neuer Feuerwehrfahrzeuge mit einem Volumen von rund 10,1 Millionen Euro. „Gut ausgestattete Feuerwehren sind ein zentraler Baustein der öffentlichen Sicherheit“, erklärte Innenminister Georg Maier damals.
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