GÜTERSLOH/BERLIN, 2. Dezember. Zwei Drittel der Deutschen rechnen sich zu viel Rente aus. Jeder Vierte überschätzt seine Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung sogar um mehr als 50 Prozent. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Bertelsmann Stiftung unter 2 000 Bundesbürgern. "Die weit verbreitete Fehleinschätzung der staatlichen Alterseinkünfte ist gefährlich, denn sie verhindert eine ausreichende Altersvorsorge", warnte Studienleiter Johannes Leinert am Montag.Bis Ende 2002 will der Umfrage zufolge jeder Sechste eine Riester-Rente abschließen und damit seine Altersvorsorge verbessern. Neun Prozent der Befragten hatten schon zur Jahresmitte einen entsprechenden Vertrag in der Tasche. Bis Jahresende planten dies weitere sieben Prozent, erklärte Leinert. Mittelfristig wollten sich 25 Prozent für eine Riester-Rente entscheiden.Die Studie zur Vorsorgesituation der 30- bis 50-Jährigen offenbarte große Unkenntnis vieler Bürger über die Riester-Rente. Von den Arbeitern und Angestellten wusste nur jeder Zweite, von den Beamten nur jeder Vierte, dass er für eine Förderung in Frage kommt. "Wir brauchen eine verstärkte Informationspolitik", forderte Leinert. Noch effektiver wäre es, das System zu vereinfachen, indem alle in die Förderung einbezogen würden. Rund 30 Millionen Arbeitnehmer haben Anspruch auf staatliche Förderung zur Riester-Rente. (AFP)Im Internet: www.vorsorgereport.de
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