Der Wärmetauscher-Hersteller Kelvion schließt zum Jahresende sein Werk im thüringischen Nobitz. Rund 250 Beschäftigte sind von der Entscheidung betroffen. Die Produktion soll ins niedersächsische Sarstedt verlagert werden. Das Unternehmen mit Sitz in Herne bestätigte die Schließung gegenüber MDR Thüringen. Die Belegschaft im Ortsteil Wilchwitz (Altenburger Land) sei am vergangenen Freitag informiert worden. Bis zum Jahresende solle die Produktion schrittweise verlagert und der Standort danach geschlossen werden, teilte die Firmenleitung mit.
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In Sarstedt plant Kelvion nach eigenen Angaben eine Investition in Millionenhöhe. Das dortige Werk solle zum europäischen Kompetenzzentrum für Plattenwärmetauscher ausgebaut werden. Die in Nobitz produzierten Bauteile kommen in Wärmepumpen, Windrädern und Rechenzentren zum Einsatz.
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Die Schließung kam nach Angaben der IG Metall für die Beschäftigten überraschend. Die Gewerkschaft verwies darauf, dass der Umsatz am Standort Nobitz im vergangenen Jahr nach einer wirtschaftlichen Flaute wieder gestiegen sei. Das Unternehmen äußerte sich dazu nicht. Bereits 2024 hatte Kelvion wegen fehlender Aufträge Kurzarbeit eingeführt und 90 Mitarbeiter entlassen. Auch der Nobitzer Bürgermeister Hendrik Läbe (SPD) wurde von den Plänen überrascht. Für die Gemeinde sei die Schließung eine mittlere Katastrophe, sagte Läbe dem MDR. Erneut gingen Industriearbeitsplätze in der Region verloren. Bereits 2022 hatte die „Kunststofftechnik Nobitz“ ihre Produktion eingestellt. Der Zulieferer für Airbus und Bahn hatte am Standort zeitweise bis zu 400 Mitarbeiter beschäftigt.
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