Hightech auf der Intensivstation

KI in der Medizin: Wie sie Charité-Ärzten Zeit spart, Leben rettet und Prävention betreibt

Ob auf der Intensivstation oder im Sprechzimmer: Künstliche Intelligenz verändert das Gesundheitswesen von Grund auf. Was ist heute schon möglich? Wo liegen die Grenzen?

9 Min

Neulich ging es in einer Sprechstunde um einen Kinderwunsch. Edgar Wiebe ist Rheumatologe an der Charité in Berlin-Mitte, Fragen rund um Schwangerschaften spielen in seinem Fach schon mal eine Rolle, allein schon wegen der Medikamente. Doch in diesem Fall wäre er vermutlich nicht von selbst darauf gekommen, die Frau war im mittleren Alter. Künstliche Intelligenz brachte Arzt und Patientin auf das Thema. „Es war der Freiraum dafür da“, sagt Wiebe.

Der Arzt sitzt an einem grauen Winternachmittag in seinem Sprechzimmer, Schreibtisch und Computer neben sich, dazu ein Mikrofon. Damals, als die Frau mit Kinderwunsch vor ihm saß, nahm es die Unterhaltung auf. Wiebe musste nicht auf Tastatur und Bildschirm schauen, er konnte sich der Patientin zuwenden. Die KI kümmerte sich um die Dokumentation, gab den beiden Freiraum für ein ausführliches Gespräch.

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