Ukraine

Kiewer Machtinsider im Interview: „Janukowitsch verließ das Büro Putins mit drei Milliarden Dollar“

Vom Euromaidan in die Präsidialverwaltung: Serhij Paschynskyj war mittendrin, als Kiew 2014 nach Sprengstoff suchte. Ein Interview.

18 Min
Der damalige ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch (l.) und Russlands Präsident Wladimir Putin bei einer Unterzeichnungszeremonie in Moskau 2013.

Der damalige ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch (l.) und Russlands Präsident Wladimir Putin bei einer Unterzeichnungszeremonie in Moskau 2013.

© ITAR-TASS/Imago

Im fünften Kriegsjahr führt die Spur weit hinter den 24. Februar 2022 zurück: zur Annexion der Krim 2014, zur Orangenen Revolution 2004, zum Unabhängigkeitsreferendum 1991 und zur Ukrainischen Volksrepublik, die 1917 ausgerufen und vier Jahre später von der Roten Armee zerschlagen wurde. Moskau begründet seine Ansprüche historisch, von der Kiewer Rus bis zu Putins These einer Einheit von Russen und Ukrainern. Kiew hält den Holodomor, die ermordete Dichtergeneration der Dreißigerjahre und seine europäische Geschichte dagegen. Dem Krieg um Territorien ging ein Kampf um die Erinnerung und Identität voraus.

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