Nordkorea

Kim Jong-un und Lukaschenko unterzeichnen „Freundschafts- und Kooperationsvertrag“

Kim Jong-un empfängt den belarussischen Präsidenten in Pjöngjang. Lukaschenko kündigt dort eine vertiefte Kooperation mit Nordkorea an.

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Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko (r.) und Südkoreas Machthaber Kim Jong-un (l.)

Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko (r.) und Südkoreas Machthaber Kim Jong-un (l.)

© Uncredited/Belarus' Presidential Press Service/AP

Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un haben am Donnerstag in Pjöngjang einen „Freundschafts- und Kooperationsvertrag“ unterzeichnet. Lukaschenko sprach von einer „grundlegend neue Phase“ der Beziehungen zwischen den beiden Ländern, wie sein Büro mitteilte.

„Ja, wir hatten keine enge Zusammenarbeit, was größtenteils unsere eigene Schuld war“, sagte Lukaschenko weiter. „Aber ich stelle mit aufrichtiger Freude fest, dass sich die Kooperation nun erheblich intensiviert hat.“ Kim Jong-un erklärte laut der belarussischen Nachrichtenagentur Belta, Nordkorea lehne „den unrechtmäßigen Druck des Westens auf Belarus ab“.

Kim hatte Lukaschenko am Mittwoch einem Reuters-Bericht zufolge mit berittener Kavallerie auf weißen Pferden, fahnenschwenkenden Kindern und einem 21-Schuss-Salut in Empfang genommen. Sie hatten sich zuletzt im September 2025 in Peking getroffen. Beide Staatschefs gelten als Unterstützer des russischen Präsidenten Wladimir Putin.

Lukaschenko führt Gespräche mit US-Vertretern

Lukaschenko stellte laut AP belarussisches Territorium als Aufmarschgebiet für den russischen Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 zur Verfügung und genehmigte anschließend die Stationierung russischer taktischer Atomwaffen in Belarus. Nordkorea lieferte Millionen Schuss Munition an Russland und entsandte Tausende Soldaten.

Gleichzeitig bemüht sich Lukaschenko laut Reuters um eine Normalisierung der Beziehungen zu Washington. Demnach hatte er sich in der vergangenen Woche mit John Coale, dem Gesandten von US-Präsident Donald Trump, getroffen. Zudem ließ Belarus 250 Gefangene im Gegenzug für eine Lockerung von US-Sanktionen frei.

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Coale erklärte laut Reuters, Lukaschenko habe eine nützliche Perspektive auf den Krieg in der Ukraine geliefert. Möglicherweise werde der belarussische Präsident bald ins Weiße Haus eingeladen, während die Verhandlungen über die Freilassung weiterer politischer Gefangener andauern, hieß es. Menschenrechtsaktivisten zufolge befinden sich noch knapp 900 politische Häftlinge in belarussischer Haft.

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